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Bundesliga: Prozentrechnung (für Anfänger)

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Neue Woche, neue Regeln. Heute tagten sie wieder. Der Kanzler, die Minister und die Landeshauptleute. Und neben Dingen, die uns zwar als Bürger, aber nicht als Fußballfans betreffen, kam auch eine relevante Meldung über den Äther: Die Zahl der Besucher bei Bundesligaspielen wird erneut geregelt. Nach unten. Auf 1.500.

Zu den Berufen, die man aktuell nicht ausüben will, gehört definitiv der Corona-Beauftragte bei einem Bundesligisten. Da wurden für nahezu alle Eventualitäten (Sicherheits)Konzepte erarbeitet, die dann in der Schublade landen. Und herausgezogen werden, wenn der Regierung wieder etwas anderes einfällt. Doch alles, was bis jetzt über die heimischen Medien verbreitet wird, lässt Fragen offen.

Keine Gastro im Stadion. Ich darf nichts essen und nichts trinken. Und mitbringen darf ich auch nichts. Das Wurstsemmerl könnte ja zum Wurfgeschoss mutieren. Wenn ich auf ein Nachmittagsspiel gehe, darf ich zumindest danach beim „Wirtn“ meine Bedürfnisse stillen. Aber nur mit 6 Leuten am Tisch. Bis 22.00 Uhr.

Maskenpflicht. Überall. Die Nord hatte ja schon eine durchgehende Maskenpflicht. Nun triffts auch die West samt ihren VIPs. Die viel zahlen, aber nun auch nicht mehr bekommen, als die Nord (außer das dickere Sitzpolsterl). Ob das den hohen Betrag der Eintrittskarte rechtfertigt?

Der TI-30

Der Texas Instruments TI-30 (Standardschulrechner – nein, wir bekommen nix für die Werbung) beherrscht Prozentrechnung. Der dürfte in manchen Ministerien Mangelware sein, denn die Zuschauerzahlen sind österreichweit einheitlich. Vorher 3.000, nun eben 1.500. Mangels abgeschlossenem Medizinstudium können wir nur argwöhnen, dass man sich leichter ansteckt, wenn man auf kleinerem Raum auf die gleiche Menge Leute trifft, wie auf größerem. Und alle haben Masken auf. Und das im Freien (Sind wir mal froh, dass das Sportministerium nicht für Einkaufszentren zuständig ist).

Bei einem Stadion mit 4.500 Plätzen (Hartberg) werden also 1.500 Zuschauer mehr „auffallen“, als in einer Red Bull Arena mit 30.188 Plätzen. Oder im Hütteldorfer Allianz Stadion mit 28.345 Plätzen (Quelle).

Warum geht man nicht her und setzt die Zahl der Zuschauer prozentuell fest? So 10% der Stadionkapazität? Als Vorschlag?

Auch Bundesliga Vorstand Christian Ebenbauer ist unserer Meinung:

Aufgrund der großen Bandbreite an infrastrukturellen Rahmenbedingungen und der Tatsache, dass es sich um Freiluftveranstaltungen handelt, wären aus Sicht der Bundesliga und ihrer Klubs eine Zuschauerzahl angepasst an die jeweilige Stadionkapazität die zielführende Lösung.

Ins gleiche Horn stößt RBS-Geschäftsführer Stephan Reiter:

Einmal mehr wurde auf die mögliche Stadionkapazität keine Rücksicht genommen. Wenn man das nämlich auf die Red-Bull-Arena umlegt, bedeuten die 1.500 Personen eine Fünf-prozentige Auslastung. Wir haben vor einiger Zeit mit der Corona-Ampel 10.000 Fans geplant, jetzt taucht aus heiterem Himmel die Zahl 1.500 auf – ohne Gastronomie und mit Mund-Nasen-Schutz im ganzen Stadion. Wir könnten in der Red Bull Arena und unter freiem Himmel nur jeden 20. Platz besetzen. Und dennoch müsste jeder dabei einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ob das zumutbar ist, müssen wir noch beraten, aber in jedem Fall ist es sehr praxisfremd.

Die 1.500 Zuschauer werden einige Vereine in ein wirtschaftliches Chaos stürzen. Der Zuverdienst durch geschlossene Kioske fällt mal definitiv weg, Kosten für Administration, Rasenerhaltung (und -heizung) und Sicherheit bleiben. Das Unterhaus darf zumindest weiterspielen (da wurden ja schon Gerüchte eines Abbruchs kolportiert), aber ob die Vereine das finanziell stemmen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

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